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Weinsuche:

                   


Chardonnay

Die Traube der grossen weissen Burgunder. Hauptverbreitungsgebiete sind die Côte d'Or, Chablis, Mâconnais, Beaujolais und Champagne. Sehr angesehen und verbreitet auch in Kalifornien, Australien, Neuseeland, Bulgarien und neuerdings Italien. Als Spezialität in der Westschweiz zunehmend beliebter. Eher spät reifende Sorte. Ergibt kräftige, reiche Weine mit feinem Bouquet, gutem Säurepotential und bemerkenswertem Alterungsvermögen. Gedeiht besonders gut auf Kalkböden, wobei die Weine dann fast mastig aufallen können. Viele Chardonnay-Weinereifen einige Zeit im Eichenfass.

Chardonnay


Chasselas

In Deutschland als Gutedel bekannt, in der Schweiz als Dorin in der Waadt, Fendant im Wallis, Perlan in Genf. Dominierende Sorte in der Schweiz, mit rund 60% Anteil an der gesamten Weinerzeugung. In kleinerem Umfang verbreitet im Elsass und im badischen Markgräflerland. Im übrigen eine wichtige französische Tafeltraube. Fruchtbare, ertragreiche Sorte mit dünnhäutigen, mittelgrossen Beeren. Säurearm und sehr diskret im Duft und Geschmack; kann darum Weine ergeben, in denen der Lagencharakter besonders gut zum Ausdruck kommt. Etwas anfällig für das Verrieseln und für Fäulnis.

Chasselas


Chenin Blanc

Eine bedeutende Sorte am mittleren Lauf der Loire - im Anjou und in der Touraine. Oft wird sie als Pineau de la Loire bezeichnet. Eine Varietät mit dem Namen Steen ist die populärste Weissweintraube Südafrikas. Ausserdem wird der Chenin Blanc mit gutem Erfolg in Kalifornien angebaut. Chenin Blanc-Weine sind in der Regel körper- und säurereich zugleich, dabei unaufdringlich im Geschmack und auffallend ausgewogen. Sie können trocken sein wie z.B der Vouvray oder natürliche Restsüsse aufweisen wie manche Weine der Côte du Layon. In Saumur und Vouvray wird aus dem Chenin Blanc auch Schaumwein bereitet.

Chenin Blanc


Furmint

Der ungarische Tokajer wird aus dem gelben Furmint bereitet. Ausser im Distrikt Tokaj-Hegyali in Nordostungarn wird der Furmint im jugoslawischen Kroatien und am Neusiedlersee in Oesterreich angebaut, dort unter einheimischen Bezeichnungen wie Zapfner, Gelber Moster usw. Die Traube bevorzugt leichte Böden und gedeiht nur in Vorzugslagen. Sie reift spät und erreicht Mostgewichte bis zu 120 Grad Oechsle bei mittlerem Säuregehalt. Furmint-Weine sind entsprechend alkoholreich und feurig, mit feinem Bouquet.

Furmint


Gewürztraminer

Der Name deutet an, dass diese Sorte aus dem Südtirol - Tramin südlich von Bozen - stammt. Die Hauptverbreitungsgebiete sind indessen das Elsass und Süddeutschland, und immer stärkeres Interesse findet sie in Kalifornien, Australien und Neuseeland. Der Gewürztraminer blüht und reift später als die meisten andern Trauben. Nur bei Vollreife, wenn die Beeren sich kupferrot verfärbt haben, entwickelt er seine Qualitäten: Der Wein hat einen ausgesprochen würzigen, sehr konzentrierten Duft und Geschmack. Besonders die Spätlesen - oft mit weit über 100 Oechsle -, die beim Gewürztraminer jedoch häufiger sind als bei andern Sorten.

Gewürztraminer


Palomino

Der Palomino Blanco, auch als Listan bekannt, ist die dominierende Sherry-Sorte. Gegen 90% des Rebareals von Jerez de la Frontera stehen unter Palomino-Trauben, die ausserdem in Australien, Südafrika und in Kalifornien angebaut werden. An sich ergibt der Palomino einen eher neutralen, körperreichen und säurearmen Wein, der leicht oxydiert. Auf den Kalkböden und im heissen, trockenen Klima von Jerez entwickelt die goldfarbene Traube jedoch die Vorzüge, die den Sherry jene einzigartige Verbindung von Kraft und Finesse eingehen lassen.

Palomino


Riesling

Hier gilt es zu unterscheiden: Der eigentliche Riesling ist der Rheinriesling, französisch petit rhin - im Gegensatz zum Welsch- oder italienischen Riesling, der geringere Weine ergibt. Der Riesling ist die klassische Traube Deutschlands und wetteifert mit dem Chardonnay um die Reputation als beste Weissweintraube überhaupt. Aehnlich gut gedeiht er im Elsass und in Teilen Oesterreichs. Ausserdem wird er in Kalifornien und Australien angebaut. Der Riesling hat ziemlich kleine, dicht aneinanderliegende Beeren, reift spät und neigt bei Vollreife zur Edelfäule. Riesling-Weine sind sehr frisch; ihre würzige Frucht verbindet sich mit feiner Säure.

Riesling


Riesling x Sylvaner

In Deutschland Müller-Thurgau, so benannt nach ihrem aus dem Thurgau stammenden Züchter Prof. Hermann Müller; in Luxenburg und im ehemaligen Jugoslawien als Rivaner bezeichnet. Erfolgreiche Kreuzung aus den Sorten Riesling und Sylvaner. Sie hat sich zuerst in Deutschland und nach anfänglichen Widerständen in der Schweiz durchgesetzt. Heute zweitwichtigste Sorte in Deutschland und Oesterreich, weisse Hauptsorte in der Ostschweiz und von einiger Bedeutung im Elsass und in weiteren Ländern. Fruchtbar, recht kälteresistent, frühreifend, säurearm. Die Weine entwickeln auch bei leichtem Körper ein schönes Muskataroma.

Riesling x Sylvaner


Sauvignon Blanc

Die wichtigste Weissweintraube von Bordeaux. Dort ergibt sie zusammen mit der Sémillon die trockenen Weine der Gebiete Graves, Entre-deux-Mers usw., aber auch die berühmten natursüssen Weine von Sauternes. Begehrte sortenreine - trockene - Sauvignon-Weine werden am Oberlauf der Loire erzeugt, z.B die Sancerre und Pouilly-Fumé, ferner in der Touraine, in der Dordogne, in Norditalien, Chile, Südafrika und neuerdings in Kalifornien, dort oft unter der Bezeichnung Fumé Blanc. Im Vergleich zum Chardonnay sind Sauvignon-Weine meistens frischer, rassiger, weniger üppig, auch wenn sie viel Körper haben können.

Sauvignon Blanc


Semillon

Aus dieser Traube werden kaum sortenreine Weine bereitet; sie kommt fast nur zusammen mit der Sauvignon Blanc und etwas Muscadelle in vielen Weissweinen des Bordelais vor. Ihre bemerkenswertesten Qualitäten entwickelt sie, wenn sie von Edelfäule befallen und zur Bereitung der grossen Sauternes-Weine mit natürlicher Restsüsse verwendet wird. Durch die Edelfäule verlieren die Beeren einen grossen Teil ihres Wassers. Zuckergehalt und Aroma, u.a. ein charakteristischer Honiggeschmack, konzentrieren sich aufs höchste. Semillon-Trauben werden auch in Australien angebaut und zu bemerkenswerten sortenreinen Weissweinen gekeltert.

Semillion


Sylvaner

Diese Taube heisst auch Grüner Sylvaner oder Rhin. Sie wird hauptsächlich in Deutschland - Franken, Rheinhessen - angebaut, wo sie nach dem Riesling und dem stark aufkommenden Müller-Thurgau noch die wichtigste Sorte ist; dazu im Elsass, in Norditalien und im Wallis, wo sie den Johannisberg ergibt. Kräftige, fruchtbare Sorte, relativ spät reifend, mit weniger Säure und Aroma als der Riesling - jedoch mehr als der Chasselas. Der Sylvaner liefert sehr regelmässige Erträge und ist lediglich für echten Mehltau und Botrytis anfällig. In der Schweiz und in Deutschland zurzeit im Rückgang begriffen.

Sylvaner


Ugni Blanc

Der Ugni Blanc ist die wichtigste Weissweintraube im Midi. Auch wenn der Weisswein dort hinter dem Rotwein und vor allem dem Rosé zurücktritt, darf er nicht unterschätzt werden. Geradezu unersetzlich ist die Ugny-Blanc-Traube jedoch für den Cognac. In ihrem Anbaugebiet im Département Charente heisst sie allerdings St-Emilion. Sie ergibt zwar keinen bedeutenden Wein, liefert aber den Rohstoff für den berühmtesten Weinbrand der Welt, eben den Cognac. Die gleiche Traube heisst in der Toskana Trebbiano und ist eine der beiden Weissweinsorten im Chianti.

Ugni Blanc