Weinprobe: professionell und privat
Der Weinfachmann auf Einkaufs- oder Prospektionsreise, der Weinjournalist oder -kritiker auf der Suche nach einer "süffigen" Reportage und der wissbergierige Weinfreund wollen im Grunde genommen dasselbe: Weine kennenlernen, vergleichen, beurteilen und bewerten.
Ein Profi beginnt häufig mit einer Reise durchs Gebiet und mit Besuchen bei bekannten und auch unbekannten Erzeugern. Auf dem Kellerrundgang prüft er von allen Weinen, die ihn interessieren, Fass um Fass in jedem Betrieb.
Ein Weinkritiker geht ähnlich vor, wenn er seine Aufgabe seriös anpackt. Vielleicht beschränkt er sich auf die Vergleichsdegustation an einem neutralen Ort. Auf jeden Fall aber wird er die Probe und Bewertung zusammen mit fachkundigen Kollegen vornehmen, damit das Urteil breit abgestützt ist, ehe es an die Öffentlichkeit geht.
Ein Weinfreund kann sich gelassener an die Weinprobe zu Hause machen, da er für sich und nicht für andere urteilt. Dennoch bedient er sich mit Vorteil der gleichen Techniken wie ein Experte, um möglichst hohen persönlichen Gewinn aus der Degustation zu ziehen.