Die besten Pfälzer Weine, vor allem Riesling, wachsen zwischen Neustadt und Bad Dürkheim. Weitere Anbaugebiete findet man in Baden, an der Mosel, in Württemberg, in Franken, an der Nahe und am Mittelrhein.
Früher war der Sylvaner die Nummer eins. Er wurde sehr auf Masse getrimmt und ist auf den dritten Platz zurückgefallen. Es führt, mit leicht abnehmender Tendenz, der Müller-Thurgau. Dahinter folgt die aus deutscher Sicht beste Weissweinrebe, der Riesling, der in den letzten Jahren eine leichte Renaissance erlebte. Bei den Rotweinsorten hat der Blaue Burgunder den ersten Platz erkämpft, vor dem lange führenden, anspruchslosen Portugieser. Der Trend zu Spätburgunder zeigt, dass guter deutscher Rotwein mehr Geltung bekommt. Trollinger, Müllerrebe und Lemberger sind vorwiegende württembergische Rotweinspezialitäten.
Die Rede ist von den Anbaugebieten Mosel-Saar-Ruwer, Mittelrhein und Ahre, die eines gemeinsam haben: die schwierigen Arbeitsbedingungen in steilen Lagen. Es waren die alten Römer, die an Mosel, Saar und Ruwer die ersten Reben pflanzten. Am schwierigsten ist die Situation an Mosel, Saar und Ruwer. Der Moselwein gilt zwar als der bekannteste in Deutschland. Doch die Popularität hat auch ihre Schattenseiten. Bei Weinskandalen in der Vergangenheit befanden sich Moselaner meist an vorderster Front, was dem Ruf der Region erheblich geschadet hat, obwohl kein Weissweinland der Welt zartere und inessenreichere Rieslingweine hervorzubringen vermag. Die Weine von Saar und Ruwer unterscheiden sich in ihrer Art etwas von denen der Mosel; sie präsentieren sich zarter, die Säure kann markanter und strahliger sein.
Das Weinbaugebiet Mittelrhein hat in diesem Jahrhundert einen enormen Schrumpfungsprozess durchgemacht und ist heute nur noch ein relativ kleines deutsches Weingebiet. Landschaftlich gehört der Mittelrhein zu den reizvollsten deutschen Weinbaugebieten. Steile Weinberge prägen das Bild - nicht einmal zehn Prozent der Reben stehen in Flachlagen. Zum Teil sind sie weintouristisch erschlossen.